Der letzte Eintrag

14 09 2011

Jetzt wo ich wieder in Deutschland bin, sagte man mir, müsste ich noch so einen fachmännischen Retro-Perspektiven-Zusammenfassungs-mein-schönestes-Ferienerlebnis-Artikel schreiben.
Versuchen wir es mal.

Yeah!

Ja, ich denke das bringt es erstmal auf den Punkt. Um das zumindest etwas zu präzisieren hilft ja vielleicht eine Liste der Dinge die am besten waren. Da wären gewesen:

– Die Anden, vor allem auf 6000m.
– Bolivien als Sieger in der Nationenwertung.
– Peruanisches Betriebsklima.
– Die Radl-Tour auf der Death-Road.
– Alpacas.
– Das Faultier.
– Die kolumbianische Partycrew im Bus nach Lima.
– Machu Picchu.
– Die Chilenische Bildungsbewegung.
– Auf dem Spielplatz toben mit peruanischen Kindern.
– Und ganz wichtig: meine Reisebegleitung.

Und eh jetzt jemand behauptet, hier wird nur alles schön geredet, kommt hier die dunkle Seite der Dinge die mir nicht so gut efallen haben:

– Die Filmauswahl in den Reisebussen.
– Peruanische und Bolivianische Busfahrer (Hurra, ich lebe noch.)
– Grenzen. Leute in Uniform haben kleine…Gehirne.
– 90% aller Touristen.
– Iberia. Wie Ryanair mit teureren Preisen.

Aber das Gesamturteil heißt trotzdem: hervorragend, sollte jeder mal machen.

Liebe Leser und Leserinas, vielen Dank für’s Vorbeischauen. Mit ganz viel Glück komm ich demnächst ja wieder mal dazu, eine blogwürdige Reise zu unternehmen.

Tschüss, PatzerLaPapp.
Mit den Homies!



Steak-Country

13 09 2011

So, auf zum (vor-) letzten Artikel dieses Blogs, wenn auch etwas verspätet.
Nach unserer ersten Annäherung an Argentinien neulich in Salta und der Bus-Preis-flucht nach Chile, ging es in den letzten 1,5 Wochen nochmal richtig in das Land des Steaks, zuerst nach Mendoza.
Mendoza ist zwar mit 500 000 Einwohnern gar nicht mal so klein, aber dank Blockraster auch für orientierungsuntalentierte eine hervorragendes Spazierpflaster. Viele Alleen und ein großer Park luden jedenfalls dazu ein, sich von den Strapazen des Nichtstuns an der Chilenischen Küste wieder zu erholen. Besonders bekannt ist Mendoza aber als Weinhauptstadt Argentiniens. So wunderte es auch niemanden, dass der in unserem Hostel als Pizza-Abend ausgeschriebene Abendvertreib dafür sorgte, dass einige der von den Hostelbewohnern geplanten Tagestouren am Folgetag ausfielen. Aber Katerspaziergänge sind ja auch sehr schön.
Alleeee, Alleeee...eine Straße, viel Bäume, ja das ist eine Allee.
Flaniergegend
Für uns ging es dann weiter Richtung Osten. Um Zeit zu sparen für einen Trip nach Iguazu, ließen wir Cordoba aus (eigentlich wollte ich mich ja noch über das Deutsch-Österreichische Fußballverhältnis von Cordoba lustig machen) und nahmen den Bus direkt nach Buenos Aires. Das ist mal ’ne Stadt, 2h lang suburbaner Raum und ewige Stadtfahrt gaben einem zu verstehen, was 20Mio Leute im Agglomaerationsraum so bedeuten. Beeindruckend. In unserer großstädtischen weltmännisch erfahrenen Art rannten wir für einen kleinen Adrenalinschub zuerst vom Busbahnhos mit voller Gepäckladung auf Brust und Rücken durch das Taschendiebzentrum von Buenos Aires (so sagte man und so sah es da auch aus) um aber dafür umso schneller und kostengünstiger als mit dem Taxi in unser Hostel zu kommen. Aufregend.
Als erste Nachmittagsgestaltung trafen wir Steve, den Amerikaner, der mit uns schon auf dem Machu Picchu war, der die letzten Wochen schon hier verbracht hatte, zum Empanadaessen. Eigentlich bringt die Information nicht sehr viel für den gemeinen Blogleser, aber ich dachte hier muss mal so ein Cosmopoliter Satz rein, in dem man amerikanische Freunde die man aus Perú kennt in Buenos Aires wieder trifft…
Steve musste aber genau an diesem Tag schon abreisen. Schade, aber auf zu den nächsten Leuten. Weimartreffen war nun angesagt und wir fuhren zu Jakob, der als Cils Urbanistenkollege ein Jahr in Buenos Aires studiert, zum Abendessen. Später kam auch die Alex noch dazu (wer sie nicht kennt: gute Freundin aus Weimar, Architektur studiert sie). In Buenos Aires ist alles etwas später dran, Alex hatte bis um 23Uhr Uni, demnach ging unser Abendbrot noch etwas länger, aber gegen 3 waren wir dann auch satt.
Beim späten Essen wurde auch gleich noch der Trip zu den Wasserfällen von Iguazu geplant. 2 Tage später fuhr ein Bus mit einer Weimarer Reisegruppe 19h in Richtung brasilianischer Grenze. Die Wasserfälle von Iguazu sind die Niagara-Fälle für Besserverdiener: größer und mit schönerer Umgebung im Dschungel und viiiel wärmer, ist ja auch teilweise in Brasilien. Etwas nervig war der dadurch natürlich reichlich vorhandene Tourismus in der Gegend. Dschungel fühlt sich nur halb so aufregend an, wenn die Wege betoniert sind…und einem dicke Amerikaner-Familien entgegenkommen.
Am zweiten Tag fanden wir noch einen etwas besseren Weg, mit weniger Beton und weniger dicken Amerikanern (also, die Amerikaner waren genauso dick, nur nicht vorhanden).
Und so sah es da aus:
Durchblick, also durch die Bäume
Wasser marsch!
Nach diesem Wochenende in den Beinahe-Tropen ging es zurück nach Buenos Aires, für mich damit auch zu den letzten Tagen Südamerika. Gleich Montag Abend waren wir bei diesen Jungs und Mädels:
Bomba del tiempo
14 Trommlermenschen mit Dirigenten, geht gut.
Die letzten beiden Tage verbrachten wir mit kleinen Stadttouren und fotografieren.
Hafengegend
Aussicht aus Jakobs Wohnzimmer
Imbissbude im Finanzviertel
Hochhaus
Nischt los nachts.
Und eine Sache war da noch: kein Argentinienaufenthalt ohne viel Fleisch. Deshalb begab sich unsere Reisegruppe nochmal in ein Argentinisches Steakrestaurant. Wir entschieden uns für eine „Grillplatte“ für 3 Personen (für uns 4). Der Kellner empfahl daraufhin die für 2 Personen. Etwa ein Drittel blieb übrig. Nun brauch ich auch erstmal nicht mehr so viel Fleisch.
Käse war auch dabei.
Damit ging mit Buenos Aires auch das letzte Kapitel der Reise zu Ende.